10 Robins sind gesucht! Wir brauchen eure Hilfe!

Wie ihr alle wisst stecken immer noch tausende von Flüchtlingen in Griechenland fest.

Betroffen von der zermürbenden Situation sind vor allem Geflüchtete die irgendwie aus dem Rahmen fallen.

Ein Mann und sein Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Leute zu begleiten und ihnen im alltäglichen Leben zur Seite zu stehen und Hoffnung zu schenken. Wie bei uns ein Sozialarbeiter, hat Valentino also 10 Geflüchtete, Herkunft, Geschlecht und Religion spielen dabei keine Rolle, die er in Thessaloniki unterstützt.

Der Deal ist einfach. Die 10 Geflüchteten verpflichten sich, in irgendeinem Projekt zu arbeiten (Lager, Schreinerei, Sanität etc.) und im Gegenzug bekommen Sie vom Projekt eine monatliche Buscard sowie eine Handy Prepaid Karte. Sie haben den Austausch mit anderen Geflüchteten, haben eine Beschäftigung die ihnen einen Sinn im Alltag gibt und mit Valentino einen Menschen in diesem chaotischen System der Ihnen bei allen Fragen und Problemen zur Seite steht.

Um das Projekt zu finanzieren suchen wir nun 10 Menschen, die bereit sind, monatlich 50 Euro zu spenden und somit einen „Robin“ für einen dieser Geflüchteten Menschen zu sein.

Das Projekt läuft seit Mitte Mai 17 ununterbrochen und wird von Valentino koordiniert.

 

Willst du ein Robin werden sende ein Email an: valentino.velasquez@be-a-robin.com

 

 

«Pame» Projekt Blog Nr. 5

 

Der Sommer neigt sich auch hier in Nordgriechenland langsam aber sicher dem Ende zu. Währenddessen gehe ich in meinen 11 Monat in Thessaloniki. Immer noch kommen geflüchtete Menschen nach Griechenland – jedoch mit einer immer kleiner werdenden Aussicht, weiter in ein anderes europäische Land reisen zu können.

Dies zeigt sich deutlich bei meiner Arbeit. Von den Personen, die durch das „Pame“ Projekt unterstützt werden, hat momentan nur noch eine einzige die Chance auf eine Weiterreise. Alle anderen haben negative Bescheide erhalten (u. A. aus der Schweiz) für eine Weiterreise oder sie mussten wegen den gegebenen Umständen von Beginn an hier in Griechenland Asyl beantragen.

 

Mohamed vor dem Tamam Community Center in Sindos.

Mohamed floh als Minderjähriger aus dem Bürgerkrieg in Syrien Richtung Europa im Gepäck die Hoffnung auf einen Neuanfang in Sicherheit und Freiheit. Doch schon in Griechenland kam er die Härte und Willkür der europäischen Migrationspolitik zu spüren. Zuerst wurde im der Zugang in das sogenannte „Relocation“ Programm verwehrt, es erlaubt (nur) syrischen Flüchtlingen weiter in ein anderes europäisches Land zu reisen. Nach einem erneuten Antrag wurde er endlich aufgenommen. Nur um nach Monaten ungewissen Wartens einen negativen Bescheid aus der Schweiz zu bekommen. Wir können uns das unmöglich vorstellen was das für einen jungen Teenager bedeuten muss, der Krieg, das Zurücklassen der Familie, die Flucht ins Ungewisse, die Enttäuschung… Jedoch ist es für Mohamed und unzählige andere die Realität wenn man zu einem „Flüchtling“ wird.

 

Nichtsdestotrotz hat Mohamed nie seine positive, ruhige und hilfreiche Art verloren. Er arbeitet seit Monaten unentgeltlich im Tamam Community Center von Sindos und hat aktiv an unserem Lampetia Projekt mitgeholfen, als Übersetzter, Vermittler und Begleitperson. Vor einem Monat hat er nun Asyl in Griechenland erhalten und bekommt aktive Unterstützung durch das „Pame“ Projekt.

 

Was bedeutet dies konkret für das „Pame“ Projekt?

 

Die einzelnen Personen im Programm brauchen Hilfe und Unterstützung um zumindest ansatzweise eine Chance zu haben, sich eine Existenz in einem fremden Land aufbauen zu können. Dabei sind der griechische Staat und die EU leider nur bedingt gewillt, aktiv mitzuhelfen. Dort kommen Organisation wie „Be a Robin“ zum tragen. Man muss sich vorstellen, dass viele Menschen hier vor Ort auf der Strasse leben, so auch mehrere Personen, die Teil des Programms sind…

Sie brauchen eine Konstante auf die Verlass ist, die hier ist, die Verbindungen schafft, die Ratschläge gibt, die zuhört und die sich Zeit nimmt für sie! Um diesen Menschen ein Trittbrett zu geben, werde ich bewusst mehr finanzielle Mittel in die Hand nehmen um die (Weiter-)Bildung zu fördern und ihre Lebensqualität zu steigern. Dadurch erhöht sich schlussendlich auch ihre Chance, hier in Griechenland erfolgreich Fuss zu fassen.

Meine Heimat bis auf weiteres, Thessaloniki mou!

Ich persönlich werde bis auf weiteres hier in Thessaloniki bleiben um das Projekt als Koordinator zu leiten und weiter zu verbessern. Damit ich all dies jedoch bewerkstelligen kann, braucht es auch euch! Ich bitte auch darum, weiter zu spenden oder nun damit anzufangen.

 

Ihr seid die Robins, die von überall her den Menschen in unseren Projekten Hoffnung und Liebe schenken.

 

Aus Thessaloniki,

Valentino

 

 

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