Valentino’s Blog

Das monatliche feilschen um die Buskarten. Bild: Roberta Donatini

Während ich diese Zeilen schreibe ist es genau ein Jahr her seit, ich in Thessaloniki angekommen bin. Es war ein intensives Jahr voller Höhen und Tiefen in einem vergleichsweise speziellen Arbeitsumfeld. Ich war Zeuge von Not, Trauer und Aussichtslosigkeit und zur gleichen Zeit sah ich soviel Hoffnung, Liebe und Mitgefühl. An manchen Tagen kann dieses Umfeld kompromisslos sein und einem das Gefühl geben alleine einer Sisyphusarbeit gegenüber zu stehen. Doch dann ist es die Dankbarkeit der Menschen denen du hilfst, ihr Lachen, ihre Umarmungen, die einem täglich motiviert weiter das zu tun, wofür man einsteht. Es ist die schier endlose Energie und Motivation der Freiwilligen mit denen man zusammenspannt. Es bist du, der du das liest, wo immer du auch sein magst. Deine aufmunternden Worte, Kommentare und deine Unterstützung sind es, die mich jeden Tag aufs Neue motivieren und mir Kraft geben – dafür danke ich DIR!

 

Pame

 

Diesmal werde ich über den dienstältesten Teilnehmer des Projektes schreiben. Im Mai 2017 stiess Waseem als zweiter Robin zum Programm; kurze Zeit nach seinem Freund Hazem, der nun endlich mit seinem Bruder in Deutschland vereint ist.

Als Waseem im Sommer von Schweden abgewiesen wurde und gleichzeitig alle (!) seine syrischen Freunde weiterreisen durften, ging Waseem selbstredend durch schwere Zeiten. Für Jahre von seiner Familie getrennt zu sein und dann noch zusehen zu müssen, wie seine Freunde in andere Länder aufgenommen wurden haben bei ihm verständlicherweise Spuren hinterlassen.

Waseem bereitet sich auf eine Zukunft hier in Greichenland vor.

 

Um so mehr kann ich voller Freude und Stolz sagen, dass Waseem sich seiner schwierigen Situation gestellt hat und weiter seinen Weg geht. Er hat sich erfolgreich für das American College hier in Thessaloniki beworben und besucht nun zweimal die Woche einen Kurs. Zudem konnte ich ihn mit einer anderen NGO (IHA) in Verbindung setzten. Bei IHA übernimmt er die Rolle des Übersetzers und Kulturvermittler und erhält dafür auch ein kleine Entlöhnung. Der junge Mann hat sichtlich eine geschäftige Zeit vor sich, darüber freue ich mich und wünsche ihm alle Kraft und Ausdauer!

 

Bevor ich abschliesse will ich noch kurz erwähnen, dass im Pame Projekt nicht nur Männer teilnehmen. Lernt im nächsten Blog die drei Frauen in meinem Programm kennen!

 

In Liebe,

 

Valentino

 

 

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Valentino’s Blog

10 Robins sind gesucht! Wir brauchen eure Hilfe!

Wie ihr alle wisst stecken immer noch tausende von Flüchtlingen in Griechenland fest.

Betroffen von der zermürbenden Situation sind vor allem Geflüchtete die irgendwie aus dem Rahmen fallen.

Ein Mann und sein Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Leute zu begleiten und ihnen im alltäglichen Leben zur Seite zu stehen und Hoffnung zu schenken. Wie bei uns ein Sozialarbeiter, hat Valentino also 10 Geflüchtete, Herkunft, Geschlecht und Religion spielen dabei keine Rolle, die er in Thessaloniki unterstützt.

Der Deal ist einfach. Die 10 Geflüchteten verpflichten sich, in irgendeinem Projekt zu arbeiten (Lager, Schreinerei, Sanität etc.) und im Gegenzug bekommen Sie vom Projekt eine monatliche Buscard sowie eine Handy Prepaid Karte. Sie haben den Austausch mit anderen Geflüchteten, haben eine Beschäftigung die ihnen einen Sinn im Alltag gibt und mit Valentino einen Menschen in diesem chaotischen System der Ihnen bei allen Fragen und Problemen zur Seite steht.

Um das Projekt zu finanzieren suchen wir nun 10 Menschen, die bereit sind, monatlich 50 Euro zu spenden und somit einen „Robin“ für einen dieser Geflüchteten Menschen zu sein.

Das Projekt läuft seit Mitte Mai 17 ununterbrochen und wird von Valentino koordiniert.

 

Willst du ein Robin werden sende ein Email an: valentino.velasquez@be-a-robin.com

 

 

«Pame» Projekt Blog Nr. 5

 

Der Sommer neigt sich auch hier in Nordgriechenland langsam aber sicher dem Ende zu. Währenddessen gehe ich in meinen 11 Monat in Thessaloniki. Immer noch kommen geflüchtete Menschen nach Griechenland – jedoch mit einer immer kleiner werdenden Aussicht, weiter in ein anderes europäische Land reisen zu können.

Dies zeigt sich deutlich bei meiner Arbeit. Von den Personen, die durch das „Pame“ Projekt unterstützt werden, hat momentan nur noch eine einzige die Chance auf eine Weiterreise. Alle anderen haben negative Bescheide erhalten (u. A. aus der Schweiz) für eine Weiterreise oder sie mussten wegen den gegebenen Umständen von Beginn an hier in Griechenland Asyl beantragen.

 

Mohamed vor dem Tamam Community Center in Sindos.

Mohamed floh als Minderjähriger aus dem Bürgerkrieg in Syrien Richtung Europa im Gepäck die Hoffnung auf einen Neuanfang in Sicherheit und Freiheit. Doch schon in Griechenland kam er die Härte und Willkür der europäischen Migrationspolitik zu spüren. Zuerst wurde im der Zugang in das sogenannte „Relocation“ Programm verwehrt, es erlaubt (nur) syrischen Flüchtlingen weiter in ein anderes europäisches Land zu reisen. Nach einem erneuten Antrag wurde er endlich aufgenommen. Nur um nach Monaten ungewissen Wartens einen negativen Bescheid aus der Schweiz zu bekommen. Wir können uns das unmöglich vorstellen was das für einen jungen Teenager bedeuten muss, der Krieg, das Zurücklassen der Familie, die Flucht ins Ungewisse, die Enttäuschung… Jedoch ist es für Mohamed und unzählige andere die Realität wenn man zu einem „Flüchtling“ wird.

 

Nichtsdestotrotz hat Mohamed nie seine positive, ruhige und hilfreiche Art verloren. Er arbeitet seit Monaten unentgeltlich im Tamam Community Center von Sindos und hat aktiv an unserem Lampetia Projekt mitgeholfen, als Übersetzter, Vermittler und Begleitperson. Vor einem Monat hat er nun Asyl in Griechenland erhalten und bekommt aktive Unterstützung durch das „Pame“ Projekt.

 

Was bedeutet dies konkret für das „Pame“ Projekt?

 

Die einzelnen Personen im Programm brauchen Hilfe und Unterstützung um zumindest ansatzweise eine Chance zu haben, sich eine Existenz in einem fremden Land aufbauen zu können. Dabei sind der griechische Staat und die EU leider nur bedingt gewillt, aktiv mitzuhelfen. Dort kommen Organisation wie „Be a Robin“ zum tragen. Man muss sich vorstellen, dass viele Menschen hier vor Ort auf der Strasse leben, so auch mehrere Personen, die Teil des Programms sind…

Sie brauchen eine Konstante auf die Verlass ist, die hier ist, die Verbindungen schafft, die Ratschläge gibt, die zuhört und die sich Zeit nimmt für sie! Um diesen Menschen ein Trittbrett zu geben, werde ich bewusst mehr finanzielle Mittel in die Hand nehmen um die (Weiter-)Bildung zu fördern und ihre Lebensqualität zu steigern. Dadurch erhöht sich schlussendlich auch ihre Chance, hier in Griechenland erfolgreich Fuss zu fassen.

Meine Heimat bis auf weiteres, Thessaloniki mou!

Ich persönlich werde bis auf weiteres hier in Thessaloniki bleiben um das Projekt als Koordinator zu leiten und weiter zu verbessern. Damit ich all dies jedoch bewerkstelligen kann, braucht es auch euch! Ich bitte auch darum, weiter zu spenden oder nun damit anzufangen.

 

Ihr seid die Robins, die von überall her den Menschen in unseren Projekten Hoffnung und Liebe schenken.

 

Aus Thessaloniki,

Valentino

 

 

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Es ist eine Weile her seit ich den letzten Blogeintrag veröffentlicht habe. Viel ist geschehen in der Zwischenzeit. Ich werde damit beginnen, jemanden zu verabschieden. Manche von euch mögen sich vielleicht noch an Wael aus Syrien erinnern, über welchen ich auch schon zuvor geschrieben habe. Er hat während des Sommers im Warehouse gearbeitet. Letzten Monat hat er seinen endgültigen Bescheid erhalten und verweilt nun in Athen um auf seinen Flug nach Spanien zu warten. Ich wünsche dir nur das Beste mein Freund!

Wir werden dich vermissen – viel Glück in Spanien Wael!

 

Zur gleichen Zeit hat ein weiterer Teilnehmer das Programm verlassen, jedoch aus anderen Gründen. Nach wochenlanger Suche nach einer alternativen Lösung, hat Ahmed, der Bäcker aus Aleppo, das Programm aus persönlichen Gründen verlassen. Er ist nun nach Athen weitergezogen – ich wünsche ihm ebenfalls nur das Beste auf seinem weiteren Weg.

 

Desale ist nun Teil des „Doc Mobile“ Team.

Gleichwohl scheint die Notwendigkeit und Nachfrage für meine Arbeit unverändert hoch zu sein. Obwohl dies eigentlich gute Neuigkeiten sind, werde ich bald Personen abweisen müssen. Leider ein unabdingbarer Schritt damit ich meine Kapazität nicht überstrapaziere und jeder teilnehmenden Person die gleiche Zeit und Aufmerksamkeit widmen kann.

In den letzten Wochen sind vier neue Teilnehmer dazugestossen. Alle haben hier in Griechenland Asyl beantragt. Es handelt sich hierbei um drei Pakistanis welche alle auf ihren definitiven Entscheid warten, sowie eine Person aus Eritrea, die hier in Griechenland Asyl bekommen hat. Desale aus Eritrea ist gelernter Krankenpfleger. Ich habe umgehend nach Möglichkeiten gesucht, wobei er seine Erfahrungen und sein Wissen nutzen kann. Glücklicherweise wurde ich schnell fündig! „Doc Mobile“ ist eine deutsche NGO die in verschiedenen Ländern aktiv ist um geflüchtete Menschen medizinisch zu versorgen. In Thessaloniki arbeiten sie als mobile medizinische Einheit und versorgen die Menschen auf den Strassen sowie in Wohnungen und Camps. Desale arbeitet jeweils zwei Tage die Woche mit „Doc Mobile“ und drei Tage die Woche geht er zur Schule um Englisch und Griechisch zu lernen.

 

Auf die Dauer wird immer mehr ersichtlich, dass die meisten Teilnehmer des Projektes Menschen sind die hier in Griechenland darauf hoffen ein neues Leben aufbauen zu können. Um unsere unmittelbare, effiziente und andauernde Unterstützung gewährleisten zu können – zählen wir auf dich. Jede Spende zählt.

 

Aus Thessaloniki,

 

Valentino

 

 

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Dieser Blogeintrag ist mir ein spezielles Anliegen, ich will euch darin über ein syrisches Schicksal erzählen, das mich seit Beginn des Jahres begleitet.

Ahmed immigrierte Ende der 1990er Jahre von Aleppo nach Griechenland, wo er zuerst in Athen und dann später in Thessaloniki als Bäcker arbeitete. Wie wir alle wissen, hat die weltweite Finanzkrise Griechenland hart und unerbittlich getroffen – bis heute leidet das Land wie kein anderes in Europa an den Folgen davon. Im Zuge der Krise verlor auch Ahmed seine Arbeit und entschied sich 2009 zurück in seine Heimat zu gehen. Niemand konnte erahnen, was sich in den folgenden Jahren in Syrien abspielen sollte. Der Bürgerkrieg, der sich heute in seinem traurigen sechsten Jahr befindet, zwang Ahmed 2014 erneut zur Flucht nach Europa. Er landete wieder in Griechenland wobei er schnell zu einer erneuten Aufenthaltsbewilligung kam – jedoch verbunden mit dem negativen Effekt, dass er keinen Zugang mehr zu Hilfeleistungen für Flüchtlinge bekam, sei dies vom Staat oder von NGOs. Es kam wie es kommen musste. Ahmed Mitte 50, Immigrant, unqualifiziert und unattraktiv als Arbeitskraft in einem Land das sowieso von Arbeitslosigkeit geplagt ist, rutschte in die Armut ab, infolgedessen er auf der Strasse landete. Über zwei Jahre lang schlug er sich auf den Strassen Thessalonikis durch, seit knapp einem Monat ist dies nicht mehr der Fall.

 

Ahmed im Büro von „Acción Directa Sierra Norte“ – seinem neuen Arbeitgeber.

 

Ich traf Ahmed das erste Mal im Winter dieses Jahres als ich mit der „Soul Food Kitchen“ Essen an die Sans-Papiers und Obdachlosen der Stadt verteilte. Mit Hilfe der Sprachkenntnisse unserer syrischen Robins konnte ich nun wieder Kontakt mit Ahmed herstellen und ihn im „Pame“ Projekt eingliedern. Was heisst das? Überglücklich kann ich euch sagen, dass Ahmed seit Ende Mai in einem kleinen Städtchen ausserhalb von Thessaloniki in einer Wohnung lebt und arbeitet. Dank der Kollaboration mit der spanischen Organisation „Acción Directa Sierra Norte“ die eine kleine Bäckerei für Flüchtlinge betreibt, hat er wieder eine Arbeit, dazu noch als Bäcker und ein Dach über dem Kopf. „Be a Robin“ übernimmt dabei die Hälfte seines Lohnes wobei die Spanier für die andere aufkommt.

 

Der Bäcker aus Aleppo – von der Strassse zurück in die Bäckerei.

 

Ich will diese Gelegenheit nutzen um allen Menschen die hinter „Be a Robin“ stehen zu danken. Dank euren Spenden, Einsatz und Anteilnahme kann ich hier vor Ort einzelnen Menschen helfen, die am Rande unsere Gesellschaft stehen. Dank eurer Unterstützung kann ich mich voll und ganz auf meine Arbeit konzentrieren und somit einen positiven Einfluss auf das Leben dieser Menschen ausüben.

In tiefster Dankbarkeit,

 

Valentino

 

 

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Dieses Mal will ich mit den schlechten Nachrichten beginnen. Innerhalb von drei Tagen ist mir das Auto sowie mein Handy abgelegen. Zum Glück konnte beides schnell repariert werden, jedoch war dies mit erheblichen Kosten verbunden. Vor allem die Reparatur am Auto war teuer – doch unumgänglich, da das Auto und die damit verbundene Mobilität die unentbehrliche Grundlage für meine Arbeit darstellt.

Wöchentliches Abholen von Grundnahrungsmittel wie Öl, Zucker, Reis etc. in Alexandria

 

Nun zu den guten Neuigkeiten. Mit Wael ist ein weiterer Freund unserer syrischen Robins Teil des „Pame“ Projektes geworden. Auch er wartet seit Monaten auf eine Aufnahme in ein anderes europäisches Land ohne Anhaltspunkt wann und wo es weitergehen wird… Doch fürs Erste kann er nun im Warehouse arbeiten. Wir haben ihn dafür ebenfalls mit einer Monatskarte für den Öffentlichen Verkehr ausgestattet. Zusätzlich werden wir ab sofort für die monatlichen Handykosten aller Teilnehmer aufkommen. Für geflüchtete Menschen ist mobile Kommunikation enorm wichtig, einerseits können sie so mit ihren Familien und Freunden in Kontakt bleiben, anderseits können sie sich über Asylprozesse und juristische Details informieren.

 

Mit Wael sind es nun schon drei Robins die im Warehouse arbeiten können.

 

Diesen Montag sind wir in den Genuss eines traditionellen Iftars gekommen. Unsere syrischen Teilnehmer des „Pame“ Projekts, haben uns zu sich nach Hause eingeladen um zusammen am Abend das Fasten zu brechen. Für viele meiner Volunteerfreunde war dies das erste Mal überhaupt, dass sie an diesem typischen Brauch teilhaben konnten. Das Essen war natürlich viel zu viel für unsere Bäuche, jedoch äusserst lecker und schmackhaft. Danach haben wir zu süssem Cay bis zu später Stunde Spiele gespielt und uns ausgelassen amüsiert. Abende wie diese sind in meinen Augen wichtig und wünschenswert, sie brechen die monotone Spaltung zwischen „wir“ und „ihr“ auf und lassen uns alle in erster Linie Menschen sein.

 

Zu Gast bei unseren syrischen Freunden um gemeinsam das Fasten zu brechen.

 

Aus Thessaloniki,

Valentino

 

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Das Gute vorweg – mit Freude kann ich euch sagen: Das „Pame“-Projekt ist erfolgreich angelaufen! Nach zahlreichen Behördenbesuchen, Abklärungen mit einem Anwalt und allen Koordinatoren vom „Help Refugees Warehouse“ am Stadtrand von Thessaloniki, sind wir nun schon in der zweiten Woche.

 

Die syrischen Freunde Waseem und Hazim sind die ersten Teilnehmer des „Pame“ Projekt!

 

Hazim und Waseem sind zwei junge syrische Freunde, die sich im Flüchtlingscamp von Alexandria kennengelernt haben und nun in Thessaloniki zusammen mit weiteren Freunden eine Wohnung teilen. Beide warten seit Monaten auf einen Bescheid für eine Weiterreise in ein anderes europäisches Land. Hazim wartet auf die Wiedervereinigung mit seinem Bruder in Deutschland, während Waseem noch gar keine Ahnung hat, welches Land ihn schlussendlich aufnehmen wird…

 

In der Zwischenzeit können sie aber als Teilnehmer des „Pame“-Projekts im Warehouse arbeiten und aus ihrem langweiligen und monotonen Alltag ausbrechen. Im Gegenzug für ihren Einsatz können wir dank euren Spenden einige ihrer Alltagskosten decken. Heute Mittag haben wir ihnen z.B. eine persönliche Monatskarte für den öffentlichen Verkehr organisiert. Zudem fahre ich sie wöchentlich 40 Minuten nach Alexandria in ihr altes Camp, um dort die ihnen zustehenden Grundnahrungsmittel abzuholen.

 

Et voilà frisch ab der Presse! Monatskarten für den Öffentlichen Verkehr in ganz Thessaloniki und ein Schritt hin zur Unabhängigkeit.

 

Unglücklicherweise haben die Buschauffeure zwei Wochen lang gestreikt, sodass ich die beiden überallhin fahren musste. Seit gestern sind die Busse aber wieder zurück auf der Strasse und somit können Hazim und Waseem sich nun eigenständig durch die Stadt und zum Warehouse bewegen. Dadurch erlangen sie ein klein wenig Unabhängigkeit und Selbstbestimmung zurück. Zudem hilft mir Hazim als Übersetzer weitere potentielle Kandidaten für das Projekt zu finden – die Teilnahme soll keine Englischkenntnisse voraussetzen, vielmehr soll das Projekt für alle zugänglich sein.

 

 

Aus Thessaloniki,

Valentino

 

 

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